Samstag, 21. Mai 2016

Bolivien, vom Titicaca nach La Paz

Unser erste Destination in Bolivien war der bekannte Touristenort Copacabana. Die Stadt liegt direkt am Titicacasee in einer Buch. Bei der Unterkunft landeten wir einen Glückstreffer und wir nächtigten in einem kleinen Hotel mit einem schönen Ausblick über den See.
Für den darauffolgenden Tag planten wir einen Ausflug auf die Isla de Sol. Für nur 35 Bolivianos (=5 Fr.) kauften wir uns ein Bootsticket für hin und zurück. Am Morgen stärkten wir uns mit einem Frühstück im Hotel und gingen danach aufs Boot. Unfassbar gemütlich schipperten wir zweieinhalb Stunden bis zur Insel. Wie sehr hätten wir uns die spannenden Bücher aus dem Auto als Zeitvertreib gewünscht. Endlich angekommen ging es im Schneckentempo weiter. Es folgte eine ausführliche Information und als Gruppe liefen wir Richtung Ruine. Nach zwei Stunden gemütlichen Gehen und vielen Auskünften wollten wir den Wanderweg über die Insel auf eigene Faust unternehmen. Nach fast drei Stunden laufen und kurz vor dem Ziel, knurrte knapp vor 15::00 Uhr der Magen. Bis das Boot ablegen sollte, dauerte es nur noch eine halbe Stunde. Im Restaurant fragten wir nach, was sie uns so schnell wie möglich servieren könnten....Zu dritt schlürften wir dann eine sehr leckere Suppe ;-)
Nach schweizer Pünktlichkeit kamen wir um15:30 Uhr beim Steg an und wir warteten nur noch auf den Kapitän und einige Passagiere. Das Boot legte schliesslich um 16:45 Uhr ab ;-)
Am nächsten Tag wollten wir eigentlich auf dem See paddeln und dann die Richtung La Paz einschlagen. Da wir aber am Vorabend Schweizer Reisende getroffen haben, verabredeten wir uns frühmorgens um Reiseführer und Tipps auszutauschen. Wie immer dauert dies länger wie geplant, sodass wir erst gegen Mittag das Paddelboot zusammengebaut hatten. Als dann auch noch unsere deutschen Freunde Paula und Constantin ankamen, entschieden wir uns kurzerhand eine Nacht zu verlängern. Am Abend kochten wir unsere berühmten Fajitas und luden Ueli und Martina die auch mit einem Fahrzeug in Südamerika unterwegs sind ein. Bei einem gemütlichen Lagerfeuer liessen wir uns die Nacht um die Ohren ziehen und genossen die nette Gesellschaft. Christian und Cedi entschieden am nächsten morgen einen polysportiven Start in den Tag zu wagen. Nebst dem Paddeln auf 3800 Meter entschieden sie sich auf dieser Höhe zu Joggen und in den sch.... kalten See zu schwimmen. ;-)
Als wir uns von Copacabana und unseren Freunden verabschiedeten und uns Richtung La Paz aufmachten wurde an Fabiennes Stimmung schon auf den ersten Kilometern genagt.
Für die Seeüberquerung benötigten wir eines der kleinen Holzfähren. Vier Boote standen bereit und Fabienne stieg aus um sich nach der Überfahrt zu erkundigen. Auf das „buenas dias“ wurde mit einem kurzen Nicken reagiert, aber auf die Frage welches Boot wir nehmen sollten, erhielt Fabienne nur ein müdes Lächeln. Bei weiterem Nachfragen drehten sich die 6 Herren weg und liessen Fabienne stehen. Frustriert gab Fabienne auf und holte Christian. Anschliessend ging es einige Sekunden und wir konnten auf ein Holzschiff fahren. Einen kleinen Wutausbruch hinter geschlossenen Fahrzeugtüren linderte Fabiennes Unmut nach einer Weile.
La Paz und das Hotel Oberland stimmten Fabienne wieder freudig. Das Hotel und das angegliederte Restaurant wird von einem Schweizer geführt. Wir erfreuten uns über saubere Duschen und Toiletten und vor allem über eine typisch schweizerische Speisekarte. In den 5 Tagen La Paz assen wir ausgezeichnetes Zürigschnätzlets, Stroganoff mit Späzle, Fondue Bourginion und einen Wiener Eiskaffee :-)))) Nebst dem leckeren Essen erkundigten wir die Stadt und nutzten als Fortbewegungsmittel die innovative neue Seilbahn. Mit dieser hat man einen super Ausblick über die Stadt und man kann ohne Stadtverkehr und Stress über den Dächern von La Paz schweben!
Am Samstag verabredeten wir uns mit einer schweizer Familie, welche durch einen witzigen Zufall bereits vor unserer Abreise auf unsere Homepage gestossen sind. Anne, die Mutter 4 Kinder, hatte einen Flecken auf einem Kleidungsstück. Dabei handelte es sich um „Charreschmieri“. Als sie herausfinden wollte, wie man den Fleck entfernen kann, zog sie Google zum Rat hinzu. Natürlich erschien beim Aufruf unsere Homepage und da sie auch ein Nissan Patrol fahren, verweilten sie auf der Seite. Simon, ihr Mann, verfolgte von da an unsere Reise und als wir uns Bolivien näherten, lud er uns zu einem gemeinsamen Ausflug ein. Gemeinsam fuhren wir durch eine schöne Berglandschaft zu einer kleinen Lagune, gingen Spazieren und assen ein sehr traditionelles Essen in einem Restaurant, welches die lokalen, abgelegenen Bauern unterstützt. Wir hatten einen sehr schönen Tag mit der aufgeweckten Familie und den herzlichen Grosseltern. Wir danken euch nochmals dafür ;-)
Am Sonntag besuchten wir den Mark in el Alto. Vielerorts wird empfohlen so wenig wie möglich mitzunehmen, da Trickdiebstähle an der Tagesordnung stehen. Mit dem Geldbeutel gut versteckt, kämpften wir uns durch einer der grössten Märkte der Welt. Der Markt verfügt über Autos, Autoteile, Kleidung, Essen, Möbel,...und tausend mehr. Nach fast 5 Stunden ging uns die Energie aus und wir fuhren mit der Seilbahn ins verhältnismässig ruhige Zentrum von La Paz herunter und nahmen ein Taxi zu Anne und Simon, wo wir mit einem leckeren Abendessen verwöhnt wurden.
Der Montag war dann ein düsterer Tag. Nach einem Monat musste sich das Dreiergespann auflösen und Cedi trat die Heimreise an. Mit ihm verliessen uns auch ein paar gekaufte Souvenirs. Eine ganze Tasche konnten wir füllen und endlich haben wir wieder etwas mehr Platz im Auto....bis die Nächsten folgen ;-)) Zudem liebe Leser/innen; es folgen auch keine Gastbeiträge mehr :-( (obwohl uns die kurze Schreibpause entgegen kam ;-)


 
Morgensport auf 3808m.


Ab ins kühle Nass des Titicacasees.

Wir warten auf die Fähre die uns auf die andere Uferseite bringen soll.


Es ist kaum zu  glauben, dass die kleine Lagune Pampalarama nur eine Stunde aus der riesigen Stadt La Paz ist und trotzdem so idyllisch liegt.

Wanderausflug mit der Familie Barth.



Auf dem Markt von El Alto ist fast alles erhältlich.

Neben gefälschten Markenkleidern gibts auch allerlei neuere Smartphones und Computer die eher unfreiwillig ihren Besitzer wechselten.

Die Aussicht auf die Stadt La Paz von einer der neuen Seilbahnen die nun überall über der Stadt schweben. Um die Stadt zu besichtigen ist das die wahrscheinlich gemütlichste Reiseart.

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