Dienstag, 17. November 2015

Strandurlaub gefällig? Puerto Angel und Puerto Escondido

Seit mehreren Wochen wartete unsere Schwimmbekleidung in den Schränken auf ihren Einsatz. Nach den sehr angenehmen Temperaturen auf 1600 Metern in Qaxaca fuhren wir südwärts nach Puerto Angel, einem Fischerdörfchen mit einem sehr schönen Badestrand. Direkt am Nudistenstrand neben zwei Cabañas kamen wir für die Nacht unter. Dieser „Ausblick“ ;-) und das Benutzen der Sanitäranlagen kostete uns gerade mal 4 Fr. Die hohen Temperaturen liessen fast nichts anderes zu als baden oder Wassersport zu betreiben. Die super Wellen kosteten wir mit dem Boggieboard aus und die warmen Temperaturen in der Nacht liessen einen schönen Abend in Sommerklamotten direkt am Strand zu. Nach einem Tag entspannen, suchten wir das nächste Abenteuer und wir fuhren weiter nach Puerto Escondido damit Christian die bekannten Surfwellen am Pazifik reiten kann. Wir suchten einen guten Surfguide für Christian um die grauen Zellen wieder zu aktivieren und einen guten Spot zu finden. Gesagt, getan und am nächsten Morgen am Playa Punto paddelten Christian und Julio nach ein paar Trockenübungen raus. Nach zwei Stunden und vielen gestandenen Wellen verabschiedeten wir uns vom Surfguide und verbrachten die restliche Zeit mit Beachvolleyball und Baden am Strand.
Am darauffolgenden Tag machten wir eine geführte Tour in einem Naturreservat für Süsswasserkrokodile, Echsen, Vögel und Rehe. Dabei ruderte unser Führer durch die Gewässer und lockte die Krokodile mit Wassergeplätscher an. Das grösste Krokodil¨war 4. 5 Meter und unser Boot geschätzte 6 Meter. Die Tiere werden nicht gefüttert und somit kann es schon mal sein, dass sie etwas hungrig sind. An uns hatten sie jedoch kein Interesse. Auf dem Boot lernten wir ein deutsches Pärchen kennen, die in Mexiko einen Tauchurlaub machten und gerade ihren Ruhetag einlegten. Als sie dann von ihren Tauchgängen zu schwärmen begannen, luden sie uns ein am nächsten Tag mit ihnen zu tauchen. Nach kurzer Absprache mit dem Tauchlehrer um ein Spot zu finden zum Schnorcheln und zum Tauchen, verabredeten wir uns für den nächsten Tag. Am nächsten Tag um 9 Uhr fuhren wir mit einem kleinen Schiff bei rauer See zum Tauchspot. Sobald die Taucher Unterwasser waren, begann Fabienne zu schnorchel. Nach gut einer halben Stunde treiben und beobachten der Fische im Meer, wurde es Fabienne vom Wellengang schlecht, weshalb wir die Pause vor dem zweiten Tauchgang in einer ruhigen Bucht machten. Für den zweiten Tauchgang lud der Kapitän Fabienne in einer schönen Bucht nahe des zweiten Tauchgangs aus und Fabienne konnte vom Land aus schnorcheln gehen. Sowohl beim Tauchen wie auch beim Schnorcheln hatten wir eine super Sicht. Nebst vielen Schwarmfischen sahen wir Mantas, Kugelfische, Steinfische, Flötenfische, Engelfische und verschiedene kleinere Rochen. Da wir die letzte Nacht vor einem Restaurant geschlafen haben, dass die ganze Nacht Betrieb hatte, sehnten wir uns nach einem ruhigeren Stellplatz. Weshalb wir nach dem Tauchgang Abschied von Michael, Tina und Adan nahmen. Einige Kilometer weiter Richtung Süden fanden wir dann einen kleinen, gemütlichen Stellplatz neben einer Bananenplantage. Unter einem sagenhaften Sternenhimmel liessen wir den Tag ausklingen.



 








Die Fischerboote werden mit viel schwung an den Strand gefahren so dass sie in der Nacht sicher stehen.


Mit Adan als Tauchguide hatten wir ein spannendes Vergnügen an der Küste von Puerto Angel



Montag, 16. November 2015

Oaxaca

Eine lange Fahrt machten wir um Mexico City herum. Wir haben die riesige Stadt grosszügig umfahren, damit wir nicht ins Verkehrschaos kommen. Am späten Nachmittag sind wir dann in Cholula angekommen. Das Dörfchen zwischen der Stadt Puebla und dem Vulkan Popocatepetl ist klein aber fein. Wir haben einen schönen Nachmittag mit Sightseeing verbracht und einen netten Abend mit den Globetrottern Bernd und Heike aus Österreich im Camp ausklingen lassen.
Am nächsten Tag sind wir dann früh auf und haben die Strecke Richtung Oaxaca unter die Räder genommen. Wir wussten das wir einige Berge überqueren werden und so wollten wir genug Zeit haben, die Fahrt auch zu geniessen. Wunderschöne Kakteenwälder säumen die Strassenränder und die Berge des Gebietes um Tehuacan.
In Oaxaca angekommen gilt es die kleine Overlander Oasis zu finden. In einem gemütlichen Dorf etwas ausserhalb der Stadt haben Calvin und Leanne eine Oase für Reisende wie uns eingerichtet. Sie selber haben Ihr Haus um Ihren Reisebus gebaut und im Garten ist Platz für mehrere Kompakte Reisefahrzeuge. Die schöne Anlage und die nette Gesellschaft veranlasst uns etwas länger dort zu bleiben und wir geniessen einige Tage in Tule. Unter anderem besichtigten wir einen versteinerten Wasserfall und eine Mezcal Fabrikation. Sehr interessant und etwas gefährlich hat sich die Mezcal Brennerei für uns ergeben. Nach unzähligem degustieren der sehr schmackhaften und hochprozentigen Brände, mussten wir erst etwas essen gehen ;-).
Im Dorf von Tule, in der nähe unseres Campingplatzes befindet sich einer der grössten Bäume der Welt, der einen Stammumfang von über 42m hat. Er wird durch die örtliche Kirche geschützt und gepflegt.

Aussicht über Cholula mit dem grossen Vulkan Popocatepetl in den Wolken
Die Kirche von Cholula ist 360° sichtbar über der Stadt auf einem Hügel




Hierve del Agua in der Nähe von Mitla

Das mineralhaltige Wasser bildet die schönen steinernen Wasserfälle und Becken





Überreste eines Maisfeldes sind im neu angesäten Feld stehengeblieben.



Fabienne beim Tasting.


Noch richtiges Handwerk und authentische Produktion machen den Mezcal so einzigartig und schmackhaft

Sonntag, 8. November 2015

Dia de Muertos

Zurück in Patzcuaro zeigte sich nun das beliebte Touristenort in den orangen Farben des Dia de Muertos. Die ganze Innenstadt wurde mit vielen Blumen geschmückt und auf dem Haupt- und Nebenplatz standen unzählige Stände mit regionalen Spezialitäten und viel Handwerkskunst. Es werden so viele schöne Sachen in Mexiko von Hand hergestellt; Es ist eine Schande, dass wir nicht mehr Platz für diese Schätze in oder auf unserem Auto haben. Na ja mir kommt oft der Spruch in den Sinn: „Nur luege und nöd alangä“ ;-) Ganz unter diesem Motto schauten wir uns während 4 Stunden diesen grossen Markt an und gingen mit einem kleinen Souvenir zu unserer Unterkunft. Am Abend widmeten wir uns dem traditionellen Fest. Wir fuhren mit Rafa, Sibiria und den Kids um den See und besichtigten verschiedene Friedhöfe. Ganz unterschiedlich wurden die Gräber geschmückt. Einige Friedhöfe waren sehr traditionell und es wurden nur die bekannten orangen Blumen namens Cempasuchil verwendet, das Lieblingsessen lag auf dem Grab und ein Bild des Verstorbenen wurde hingelegt. Andere Friedhöfe zeigten sich moderner und sie verwendeten verschiedene Blumen und glänzende Kunststoffkränze (Über Geschmack lässt sich angeblich streiten ;-). An einem Grab wurden wir sogar von den Angehörigen eingeladen eine Lieblingsspeise der Verstorbenen zu kosten. Um 3 Uhr nachts beendeten wir unsere Tour und legten uns mit vielen neuen Eindrücken ins Bett. Dieser für uns zuvor unbekannte Feiertag ist eine schöne Form die Verstorbenen zu ehren, sich an sie zu erinnern und die Familie zusammenzuführen.














Samstag, 7. November 2015

Patzcuaro Michoacan, Avocadoplantage, Kirche Paricutin

Auf 2100 Meter über Meer liegt der schön gelegene Ort Patzcuaro. Dort verbringen wir eine Woche mit der Familie von Siber und Rafa. Die ganze Region ist mitten in den Vorbereitungen für den Dia de Muertos (Tag der Toten). In der Region um Patzcuaro ist die Indigene Kultur noch sehr stark und hier ist auch der Ursprung des traditionellen Festes. Mit Tausenden von Orangen Blumen und Kerzen werden die Gräber geschmückt und die Familien kommen zusammen und sitzen die ganze Nacht bei den Gräbern und essen und trinken die Lieblingsspeisen der Toten. So wird Ihnen angedacht.
Vor dem Dia de Muertos bleiben uns einige Tage die wir mit Sightseeing verbringen. Rafa lädt uns ein, ihre Avocado Plantage zu besichtigen und unterwegs kommen wir an einem Vulkan vorbei der vor 70 Jahren das letzte Mal aktiv war und grosse Mengen von Lava ausspuckte. In mitten der Lavafelder kann man heute eine Kirche besichtigen, welche nur teilweise vom Lava erfasst wurde. Um die Besichtigung etwas abenteuerlicher zu gestalten, setzen wir uns als unerfahrene Reiter auf die Pferde und galoppierten zu der Ruine. Nach 2 Stunden kommen wir wieder zu den Fahrzeugen zurück und unsere Hintern waren froh von den Pferden zu steigen. ;-) Nun ging es auf etwas gemütlicherem Weg weiter zu den Avocadoplantagen in Tansitaro. Es wird das „Authentische Kapitol der Avocados“ genannt. Die ganze Region ist mit Avocadobäumen übersät und ergibt ein sehr schönes Bild. Unser persönliches Highlight war das Pflücken der reifen Avocados und diese dann auch für eine frische Guacamole zu verwenden...yammmi...:-)


Unvorstellbar wie günstig Zitrusfrüchte in Mexico sind.

Lago de Patzcuaro mit den bewohnten Inseln in der Mitte, die in der Nacht schön beleuchtet sind.

Bienen helfen bei der Befruchtung der Avocadobäume mit.

Avocadobäume haben bis zu 5 Fruchtfolgen pro Jahr


Unsere Ernte nach einem Spaziergang durch die Plantage
Die Kirche Parikutin


Am Strassenrand sind die Polizeikontrollen ein Zeuge der Drogenkriege in der Region. Durch die Privaten Armeen wird die Region nun bewacht und ist sicher zu bereisen. Doch ein mulmiges Gefühl bleibt trotzdem noch.

Ein Viehtransporter in Mexico ;-)




Morelia

Wir wurden herzlich bei der Familie Silva in Morelia aufgenommen. Die 600'000 Einwohner Stadt konnten wir so von „Zuhause“ aus erkunden. So konnten wir viele Unternehmungen machen und die Stadt gut kennenlernen. Auch das Nachtleben durften wir erfahren und genossen es die Insider Tipps von Eduardo betreffend „where to go“ zu wissen. So machten wir viele neue Bekanntschaften und freuten uns mehr über das leben in Mexico zu erfahren.
Die Altstadt von Morelia ist sehr schön gepflegt und hat wunderschöne Gebäude. Über allem thront die Kathedrale von Morelia die zum schönen Altstadtfeeling beiträgt. In den Stadtkern führt ein Aquadukt das heute zwar nicht mehr gebraucht wird aber in der Nacht wunderschön beleuchtet wird.
Über der Stadt liegt der Golfklub Tres Marias. Wahrscheinlich einer der schönsten Golfclubs von Mexico. Da Herr Silva ein passionierter Golfer ist durften wir die Vorzüge des Golfklubs ebenfalls einige Male geniessen und wir versuchten unser Handicap auf Vordermann zu bringen ;-)


Das Aquadukt bei Nacht




Die Kathedrale von Morelia


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Heisse Quellen von Los Acufres

Zusammen mit der Familie Silva besuchten wir die schön gelegenen Quellen Los Acufres in den Bergen zwischen Morelia und D.F. Wir assen in einem super Fischrestaurant und auch Christian, der Fischmuffel, schmeckte die Forelle ausgezeichnet. Das Highlight unseres Aufenthaltes war das Baden in den heissen Quellen. Das Wasser wird direkt vom nicht aktiven Vulkan San Andres erwärmt und hat eine wunderbare Temperatur um sich zu entspannen. Einfach grossartig!!! 





Geschätzte 35°C Wassertemperatur, super


Der Eintritt ist fast gratis und die Anlage schön in der Natur gelegen.